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Ebook-Reader für Sehbehinderte: das sollte mal programmiert werden


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Schnullibulli123

Schnullibulli123

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Geschrieben 26 April 2011 - 11:22 Uhr

Hallo Ihr Programmierer,

ich habe beruflich viel mit sehbehinderten Menschen zu tun und dabei festgestellt, dass viele darunter leiden, dass sie nicht mehr lesen können. Großdruckbücher sind oft nicht mehr ausreichend und viele lesen nicht gern mit Computer, da dabei viel "Freiheit" (Sitzhaltung, im Bett lesen, usw.) verloren geht. E-Books in Verbindung mit Geräten wie dem WeTab erscheinen mir hier eine unglaubliche Mölgichkeit. Leider gibt es noch keinen idealen Reader. Der auf dem WeTab installierte ist prinzipiell nicht schlecht, aber die Schriftvergrößerung ist nicht wirklich ausreichend (z. B. bietet Calibre eine unglaubliche Vergrößerung, ist aber von der Bedienung her wieder komplexer - für alte Menschen).

So ein Reader sollte folgende Möglichkeiten bieten:
- simple Bedienung über große "Buttons"
- Einstellung der Schriftgröße, Kontrast und evtl. inverser Kontrast (weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund)
- Lesezeichen setzen (und die Möglichkeit: gehe zu Seite: xx)

Toll wäre dann eine "Minimalbedienung" für alte Menschen und was super wäre: Maximale Möglichkeiten für Junge Leute (z. B. wie der PDF-Reader Okular)

Wahrscheinlich kann man damit sogar einen zusätzlichen Markt erschließen, wenn man sich an entsprechende Vertriebe für Sehbehinderte Menschen wendet. Denn die Handhelds haben diesen Markt bisher noch nicht entdeckt - dabei hätten sie für Sehbehinderte so viel zu bieten...

Vielleicht hat ja jemand Interesse das WeTab noch interessanter zu gestalten! Man sollte bei solchen Geräten nicht immer nur an die Jugend denken! Meine Mutter (70) hat jetzt ein WeTab und genießt die Tatsache, dass sie über Calibre wieder Bücher lesen kann! Für Sie ist es eine unglaubliche Bereicherung für ihr Leben.

Vielleicht findet sich ja jemand, der an solchen Programmierungen interesse hat!

Danke für's zuhören...
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#2 Corporal wetab

Corporal wetab

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Geschrieben 26 April 2011 - 13:30 Uhr

man könnte das vilt. auch so programmieren, dass der text vorgelesen wird
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#3 Rudi von Nazareth

Rudi von Nazareth

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Geschrieben 23 November 2011 - 15:02 Uhr

Arbeite auch mit Senioren und viele würden lieber selber lesen, als vorgelesen zu bekommen. Dafür gibts ja Hörbücher (für völlig Erblindete ne tolle Sache). Aber der Phantasie die Zeit zur Entfaltung lassen, die sie braucht - das geht nur wenn man selbst das Tempo bestimmen kann.
Ich finde Schnullibullis Idee großartig!
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Meine Mama hat immer gesagt: Das WeTab ist wie eine Schachtel Pralinen - Du weisst nie was du kriegst...

Lieber nen Freund verloren, als nen Gag verpasst!!! Fakt ist: Alles was ich bei Sp4ml0rd abgeschrieben habe, entspricht möglicherweise der Wahrheit und kann von jedem Admin & Mod -insbesondere otti - in Frage gestellt werden.

#4 IkenAlti

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Geschrieben 26 April 2012 - 14:58 Uhr

ja vorlesen lassen scheint die beste lösung zu sein ;-)
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#5 WeThink

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Geschrieben 27 April 2012 - 13:08 Uhr

Wahrscheinlich kann man damit sogar einen zusätzlichen Markt erschließen, wenn man sich an entsprechende Vertriebe für Sehbehinderte Menschen wendet. Denn die Handhelds haben diesen Markt bisher noch nicht entdeckt - dabei hätten sie für Sehbehinderte so viel zu bieten...


Der Markt ist schon entdeckt:
http://www.apple.com...pad/vision.html


Bei Android ist in Version 4.0 auch viel dazugekommen:
http://developer.and...lity/index.html

Das Problem ist, das es mit einem einfachen E-Book-Reader nicht getan ist, das Betriebssystem muss ja auch bedienbar sein. Für Linux gibt es zwar durchaus Initiativen, aber soweit ich weiß keine die sich auf Tablets bezieht.
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#6 WeThink

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Geschrieben 13 Mai 2012 - 16:11 Uhr

Gerade durch Zufall gefunden:




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#7 pycage

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Geschrieben 13 Mai 2012 - 18:09 Uhr

Wer ernsthaft und nicht nur gelegentlich eBooks lesen will, sollte sich IMHO nach einem eBook-Reader mit eInk-Display umschauen.
Das ist absolut flimmerfrei und liest sich so angenehm wie Papier. Auf dem Amazon Kindle kann man z.B. auch die Schriftgröße extrem groß stellen, so dass auch sehbehinderte Menschen ihn lesen können, oder sich Texte vorlesen lassen (allerdings leider nur englische).
Und ein paar Wochen Akkulaufzeit sind sicher auch nicht verkehrt. ;)

EDIT: und für die Geeks unter den Lesern: auf dem Teil läuft Linux und Jailbreaks gibt es auch dafür.
  • 0

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#8 WeThink

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Geschrieben 12 Juni 2012 - 18:02 Uhr

Wer ernsthaft und nicht nur gelegentlich eBooks lesen will, sollte sich IMHO nach einem eBook-Reader mit eInk-Display umschauen.
Das ist absolut flimmerfrei und liest sich so angenehm wie Papier. Auf dem Amazon Kindle kann man z.B. auch die Schriftgröße extrem groß stellen, so dass auch sehbehinderte Menschen ihn lesen können, oder sich Texte vorlesen lassen (allerdings leider nur englische).


Flimmerfrei sind inzwischen alle Tablets, außer dem Preis gibt es IMHO keine Grund sind von der Funktionalität auf eine E-Book-Reader zu beschränken. Wenn man natürlich am Strand liest und mal kurz schwimmen geht, hat man bei einem Kindle wenigstens eine gute Chance das er hinterher noch auf dem Handtuch liegt...

Abgesehen davon dürfte es für Sehbehinderte schwierig sein einen Kindle zu bedienen, nur Schriftgröße einstellen reicht nicht.

Von der WWDC-Keynote ein Video in der Per Busch aus Kassel mit einem iOS-Gerät gezeigt wird:



Erstaunlich was heute alles schon geht.
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#9 pycage

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Geschrieben 12 Juni 2012 - 18:45 Uhr

Flimmerfrei sind inzwischen alle Tablets, außer dem Preis gibt es IMHO keine Grund sind von der Funktionalität auf eine E-Book-Reader zu beschränken. Wenn man natürlich am Strand liest und mal kurz schwimmen geht, hat man bei einem Kindle wenigstens eine gute Chance das er hinterher noch auf dem Handtuch liegt...


Lies mal ein Buch auf einem Tablet und dann eins auf einem E-Reader. Das ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn das Tablet subjektiv flimmerfrei ist.
Die Hintergrundbeleuchtung und der geringere Kontrast sind auf Dauer anstrengender.

Abgesehen davon dürfte es für Sehbehinderte schwierig sein einen Kindle zu bedienen, nur Schriftgröße einstellen reicht nicht.


Ach so? Und ein Tablet können Sehbehinderte besser bedienen? Ohne fremde Hilfe wird es bei manchen Leuten nicht ganz gehen. Aber vor- und zurückblättern ist drin. Und beim Kindle reicht Einschalten und man befindet sich gleich wieder da, wo man aufgehört hat zu lesen. Beim iPad dagegen muss man mindestens noch das Icon für den eBook-Reader finden und treffen.
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#10 WeThink

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Geschrieben 13 Juni 2012 - 08:18 Uhr

Lies mal ein Buch auf einem Tablet und dann eins auf einem E-Reader. Das ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn das Tablet subjektiv flimmerfrei ist.
Die Hintergrundbeleuchtung und der geringere Kontrast sind auf Dauer anstrengender.


Ich finde eBook-Reader reagieren zu langsam und haben einen zu kleinen Bildschirm. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Hintergrundbeleuchtung finde ich gut, wenn ich bei wechselden Lichtverhältnissen (z.B. im Zug) lese, oder im Bett. Ich muss aber auch sagen das es bei mir viel Fachliteratur ist, und ich bei Romanen gerne auch die klassische Papierausgabe zur Hand nehme.


Ach so? Und ein Tablet können Sehbehinderte besser bedienen? Ohne fremde Hilfe wird es bei manchen Leuten nicht ganz gehen.

Den Videos oben nach sogar Blinde ohne Hilfe.
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#11 WeThink

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Geschrieben 23 Juni 2012 - 12:29 Uhr

Aus den heise Developer News:

Die kommende Version 5 des Qt-Frameworks soll auch Akzente in Sachen Accessibility setzen. Gerade in diesem Bereich werden sich voraussichtlich verschiedene APIs ändern – worauf Entwickler sich einstellen müssen, erklärt Frederik Gladhorn im Blog der Qt Labs.
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#12 Halvar

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Geschrieben 23 Juni 2012 - 17:40 Uhr

Meine Erfahrung entspricht der von pycage: Für dicke Romane und Fachbücher ohne Bilder, die in einem echten eBook-Format vorliegen, ist der Kindle dem Wetab wirklich immer noch himmerweilt überlegen. Die halbe Sekunde beim Blättern spielt überhaupt keine Rolle gegen den Vorteil, nicht die ganze Zeit in eine Lichtquelle zu schauen. Beim WeTab , aber auch bei anderen Tablets wie dem iPad, kommt noch das hohe Gewicht als Nachteil hinzu, und natürlich die kurze Batterielaufzeit.

Umgekehrt sieht es aber schon bei PDF-Dateien mit Layout aus -- da hat das WeTab wegen seiner hohen Auflösung die Nase klar vorne.

Sehbehinderte dürften mit sowas wie dem Kindle Keyboard m.E. eigentlich deutlich besser bedient sein als einem Tablet, weil die wichtigen Bedienelemente sich problemlos komplett ertasten lassen. Allerdings sieht es mit der Accessibility der Kindle-Firmware schlecht aus.

Halvar
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